Unsere Geschichte
Das FWU - das ist eine lange Geschichte! Oft geprägt durch schwere politische und wirtschaftliche Zeiten hat es das FWU dennoch immer wieder vermocht, Akzente zu setzen und Innovationen anzuregen. Verschaffen Sie sich einen Überblick über die wechselvolle Geschichte des FWU!
2008-2001 2000-1991 1990-1981 1980-1971 1970-1961 1960-1951 1950 1945 1944-1934 Vorgeschichte
2008 - 2001
2008
- Neues Vertriebskonzept: Das Online-Paket 2.0 wird vorgestellt. Kunden können FWU-Onlinemedien mit 12-monatigem Nutzungsrecht erwerben: "Mieten statt kaufen."
- Einführung des Corporate Designs: Die Marke FWU erhält ein neues Gesicht.
2007
- CD-ROM "Willi will's wissen: Bei der Polizei" Giga-Maus 2007, Auszeichnung für das beste Lernprogramm in der Kategorie Kinder 6-10 Jahre.
- DVD-Video didaktisch: "Die Einigung Europas" ->ESEC AWARD
- DVD-Video didaktisch: "Die Wa(h)re Schönheit" ->Comenius Edu Medaille 2007
2006
- DBS: "Portal Lehrerbildung" -> in Zusammenarbeit mit dem DIPF übernimmt das FWU die Federführung für das Projekt.
- DBS: "Ausbau als Kommunikationsplattform - Entwicklung und Erprobung interaktiver und partizipativer Zielgruppenangebote" -> FWU entwickelt Plattform zur Vertiefung und Ergänzung von Mediendokumentationen.
- MELT (Meta Ecology for Learning and Teaching), gefördert von der Europäischen Kommission eContentplus -> Ziel ist es, von Internet-Unterrichtsressourcen Metadaten treffsicher bereitzustellen.
- SODIS (Software-Dokumentations- und Informations-System), gemeinsame Einrichtung der 16 deutschen Bundesländer und Österreichs -> diditale Medien werden in einer Online-Datenbank (www.sodis.de) öffentlich recherchierbar gemacht
- DVD: „Das letzte Wort“ -> WorldMediaFestival Hamburg 2006: Intermedia Globe 2006 in Gold als bester Kurzfilm; Intermedia Grand Award 2006 als bester Kurzfilm
2004
- AG MEDOK (Arbeitsgemeinschaft Mediendokumentation und –distribution) -> FWU als Koordinator in Zusammenarbeit mit den medienpädagogischen Landesinstituten führt die Entwicklung und Pflege eines in ganz Deutschland benutzten Standards für Metadaten von Bildungsmedien fort.
2003
- CD-ROM: „Panorama der deutschen Literatur: Zeitgenössische Literatur“ -> Comenius Medaille 2003
2002
- SCALEX (SCALable EXhibition Server) -> Entwicklung einer Software zum Erstellen von virtuellen Ausstellungen in Museen und anderen Bildungseinrichtungen.
- TooLe (Tool für eine Multimediale Lernumgebung für den Geschichtsunterricht) -> Vermittlung eines multiperspektivischen Geschichtsbildes.
- CD-ROM: „Kinderbrauser – Einführung ins Internet für Klase 3 bis 6“ -> Deutscher Multimedia Award 2002
- CD-ROM: „Erlebnis Erde: Erdgeschichte“ -> Comenius Medaille 2002
- CD-ROM: „Das Medienhaus – Eine Multimediale Lernumgebung zur Medienerziehung“ -> Corporate Media2002 – Master of Excellence
2001
- Pilotprojekt BMOD (Bildungsmedien on-Demand)
- EDMOND (Elektronische Distribution von Bildungsmedien on-Demand) -> FWU leistet Pionierrolle.
- DBS (Deutscher Bildungsserver): FWU entwickelt Subportal für Schülerinnen und Schüler
- ETB (European Schools Treasury Browser) ->Aufbau eines europaweiten Bildungsnetzwerkes. FWU erarbeitet Richtlinien für Qualitätsmanagement.
- IPSO (Innovative Praktiken mit neuen Medien in Schulunterricht und –organisation / OECD-Studie) -> internationale Vergleichsstudie, FWU: Welche Einflüsse haben neue Medien auf die Lernqualität?
- MDE ( Multimedia Delivery Europe) -> Durchführung einer Markterhebung zur Wertschöpfungskette „Bildungsmedien“.
- DVD: „Entwicklung von Blütenpflanzen“, „Geschichte der USA“ -> Comenius Medaille 2001
- BMOD -> Corporate Media 2001, Master of Excellence, Award of Master
- VHS: „Kindertransport“ -> Oscar für Bester Dokumentarfilm 2000
- „Romantik – Panorama der deutschen Literatur“ -> Comenius Medaille

- Die Didaktische FWU-DVD: Ein von vielen Wettbewerbern adaptierter Standard für moderne Bildungsmedien
2000 - 1991
2000
- Die CD-ROM „Die Alpen“ wird mit dem Deutschen Bildungssoftware-Preis „digita 2000“ ausgezeichnet.
- Die Kultusministerkonferenz (KMK) überträgt dem FWU die Verantwortung für den Bereich „Schule“ innerhalb des Deutschen Bildungsservers (DBS). Hier arbeitet es eng mit der Humboldt-Universität und dem Deutschen Institut für internationale Pädagogik (DIPF) zusammen.
- Die KMK hat das FWU als Anlaufstelle zur OECD wie auch zum europäischen Schulnetz ausgewählt.
1999
- Als Pilotprojekt wird das erste didaktische DVD-Video „Der See“ herausgegeben.
1998
- Die CD-ROM „Die Alpen“ findet als wegweisendes interaktives Lernprogramm bundesweit Anerkennung.
- Gemeinsam mit französischen und italienischen Partnern erarbeitet das FWU innerhalb des Projektes EURODELPHES eine innovative Lernumgebung für Lehr-Lernprozesse im Geschichtsunterricht.
- Das DFN-Projekt „Nutzung von Breitbandnetzen im Bildstellenverbund“ wird gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik und fünf Landesbildstellen/Medienzentren durchgeführt.
- Die Produktion von Diareihen wird auf Grund nachlassender Nachfrage eingestellt.
1997
- Einrichtung der FWU-Homepage im Internet: www.fwu.de Die CD-ROM „…zur Freiheit. Die Geschichte der Berliner Mauer“ wird mit der GPI-Comenius-Medaille ausgezeichnet.
1996
- Auslieferung der ersten CD-ROM „Naturkatastrophen: Phänomene der Erde“. „Bruderkrieg – Der Kampf um Titos Erbe“, sechsteilige Dokumentation von ORF und BBC.
1995
- BLK-Modellversuch „Schulischer Einsatz multimedialer interaktiver Systeme" (SEMIS)
1994
- Start des „Comenius-Projektes“ in Berlin, das erstmals Schulen auf Breitbandbasis miteinander vernetzt.
1993
- Spezifische Medienproduktionen zu Rechtsextremismus, Gewalt und Drogenprävention.
1992
- Neue Softwareprogramme, u.a. „Umweltatlas Wasser“, „Brüche“, Warenwirtschaftsystem im Netz“.
- Durchführung verschiedener regionaler und überregionaler Projekte in den neuen Ländern („Europa trifft Sachsen“) im Auftrag der Europäischen Gemeinschaft.
- Der Film „Das Wasser – ein Rohstoff in Gefahr“ erhält den Deutschen Wirtschaftsfilmpreis 1992.

- Die 90er Jahre standen ganz im Zeichen der VHS-Kassette
1990 - 1981
1990
- FWU und Bildstellen unterstützen den Aufbau einer Infrastruktur zur Medienpädagogik in den neuen Bundesländern vielfältig.
- Herausgabe von Produktionen über die jüngsten politischen Ereignisse im Ostblock.
- Auslieferung der ersten Didaktischen Software-Programme („Der See“, „Ansteuerung von Schrittmotoren“).
1989
- Kurz nach dem Fall der Berliner Mauer erscheint die dreiteilige Folge „Die DDR im Umbruch“.
- Herausgabe der erfolgreichen Bestsellerverfilmung „Herbstmilch“ von Josef Vilsmaier.
- Erstmals erscheint das FWU-Magazin mit vier Ausgaben.
- Durchführung der internationalen Konferenz „Neue Informationstechniken im allgemein bildenden Schulwesen“ gemeinsam mit dem Bundesministerium für Bildung und Wirtschaft (BMBW) und dem Zentrum für Bildungsforschung und Innovation (CERI) der OECD.
1988
- Die Koproduktion mit dem Film-Institut Bern „The World is Yours“, ein Film des Schweizers Mario Cortesi über den internationalen Drogenhandel, wird auf dem 31. Film-und Fernsehfestival New York für die beste Regie ausgezeichnet.
1987
- Erstmals wird Standard-Computersoftware innerhalb des FWU-Programms angeboten.
- Der Absatz von 16mm-Filmen geht deutlich zurück, der Absatz von Videokassetten dagegen erhöht sich um 50 Prozent.
- Die Produktion von 8mm-Filmen wird eingestellt.

- Mit der Einführung von Lernsoftware betritt das FWU absolutes Neuland in der Bildungsbranche
1980 - 1971
1980
- Als zweites Videokassettensystem neben VCR wird das VHS-System als schulgeeignet empfohlen.
- Planung und Durchführung von Kursen zur Lehrerfortbildung zum Thema: „AV-Medien im Sprachunterricht/Sprachlabor".
-
In den ersten 30 Jahren seines Bestehens wurden vom FWU AV-Medien im folgenden Umfang ausgeliefert:
- 950.000 16mm-Filme
- 680.000 8mm- Filme
- 880.000 Diareihen
- 300.000 Tonbänder
- 100.000 Schallplatten
- 25.000 sonstige AV-Medien
1977
- Tagung „Stand der AV-Technik und der AV-Medien im Bildungswesen“ der internationalen Arbeitsgemeinschaft für Bildungsmedien (IABM) im FWU.
- Kooperation mit dem ZDF innerhalb der Fernsehreihe „Studienprogramm Chemie“.
- In Zusammenarbeit mit Radio France entsteht die Tonbandreihe „Au micro“ für den Französischunterricht.
- Entwicklung und Bau eines Messgerätes zur Überprüfung der Bildauflösung bei elektronischen Kameras.
- Erstellung des ersten Fachkataloges (Biologie) durch die Datenbank „Audiovisuelle Medien im Bildungsbereich“.
1976
- Auslieferung der ersten Arbeitstransparentreihen.
- In Zusammenarbeit mit BBC entsteht die sechsteilige Videoserie „Challenges“.
- Eine von der Kultusministerkonferenz in Auftrag gegebene Überprüfung von FWU und IWF führt zur Bestätigung beider Institute, mit der Auflage, enger zu kooperieren und die Produktionen aufeinander abzustimmen.
1975
- Entwicklung eines AV-Medientisches mit integriertem 8mm-Stummfilmprojektor, Dia-Magazinprojektor, Kassettentonbandgerät und beleuchteter Opalplatte zur Betrachtung von Arbeitstransparenten -> overhead.
1974
- Erstmals werden Videobänder (VCR) und 8mm-Tonfilme produziert.
- Für das Projekt AV-Mobil wird eine bewegliche Mediothek auf Basis eines Lastzugs entwickelt. Das AV-Mobil ist mit allen gängigen Vorführgeräten ausgestattet und kann als variabler Vorführraum für bis zu 30 Personen genutzt werden. Es wird zur Lehrerfortbildung und bei Messen eingesetzt.
1971
- Die Aufgabenschwerpunkte in den 70er-Jahren liegen im Bereich Didaktische Theorie.
- Innerhalb des von der Bund-Länder-Kommission unterstützten Projektes „Auftragsproduktion Lehrsystem (APL)“ werden verstärkt auf Lehrerbildung zugeschnittene Unterrichtsdokumentationen (DU) produziert.
- Die Monatszeitschrift „Film Bild Ton“ erscheint ab Juli 1971 unter dem Namen „AV-Praxis“.

- Der FWU-Truck: Rollender Kinosaal für Messen und Fortbildungsveranstaltungen
1970 - 1961
1970
- Erste gemeinsame Planung von Unterrichtsprogrammen mit den Rundfunkanstalten.
- Entwicklung einer speziellen Konfektionierung der 8mm-Filme des Instituts, die ein Abspielen auf Kassettenprojektoren wie auch auf herkömmlichen Projektoren ermöglicht.
1969
- Erste Empfehlungen für Videorecorder.
1968
- Die 8mm-Filmkassette kommt auf den Markt.
- Die Arbeitsgruppe “Dokumentation” erfasst systematisch Literatur zu den Themen “Didaktik der audiovisuellen Medien” und “Massenkommunikationsmittel als Gegenstand der Pädagogik”.
1967
- Für den Bereich der Verkehrserziehung werden acht neue Filme herausgegeben, die in Zusammenarbeit mit der Deutschen Verkehrswacht entstehen.
- Zur Datenverarbeitung und Informationstechnik entstehen die ersten vier Produktionen.
1965
- Mit dem S-8-mm-Arbeitstreifen bietet das FWU ein neues preisgünstiges Medium an.

- Die 60er Jahre: Kein anderes Medium hatte einen solch langen Lebenszyklus wie die 16mm-Filme
1960 - 1951
1960
- Innerhalb der ersten zehn Jahre werden vom FWU an die Landes-, Kreis- und Stadtbildstellen folgende Kopien ausgeliefert:
- 226.867 Filmkopien (davon 41.883 Tonfilmkopien und 3.000 in Farbe)
- 228.103 Bildreihen (davon 28.090 in Farbe)
- 17.039 Tonbänder
- 2.000 Schallplatten
1959
- Einrichtung des Referats Lehrerbildung.
1958
- Bernhard Wicki produziert „Warum sind sie gegen uns?“ für das FWU, der Film erhält u.a. die Bundesfilmpreise für die beste Regie und die beste Kamera.
1956
- Der erste 16-mm-Farbtonfilm “Wiesensommer” wird in Cannes auf den X. Internationalen Filmfestspielen als bester Kulturkurzfilm ausgezeichnet.
1954
- Einrichtung des Jugendreferats im FWU.
- Reihe der „Fragezeichenfilme“ setzt sich mit Problemen von Jugendlichen auseinander.
- Teilnahme an der Photokina in Köln.
1952
- Als erste FWU-Produktion wird der Film “Quick, das Eichhörnchen” von Heinz Sielmann mit dem Bundesfilmpreis ausgezeichnet.
1951
- Erste Tonfilmproduktionen entstehen.

- In den 50er Jahren hat das FWU Stars wie Heinz Sielmann und Bernhard Wicki hervorgebracht
Die Gründung des FWU 1950
1950
- Am 6. März wird in München die Gründungsurkunde für das Institut für Film und Bild in Wissenschaft und Unterricht (FWU) als gemeinnützige GmbH mit Sitz in München unterzeichnet.
Die Aufgaben des Instituts werden im Gesellschaftsvertrag folgendermaßen definiert: “Die Verwendung von Film, Lichtbild und Tonträger in der Wissenschaft und als Lehr- und Lernmittel für alle Schulen, die freie Volksbildung und die Jugendpflege zu fördern und damit der Allgemeinbildung zu dienen. Zu diesem Zweck kann die Gesellschaft alle für Wissenschaft und Schulen, Bildung und Erziehung geeigneten optischen und akustischen Lehr- und Lernmittel, insbesondere Filme, Filmkopien, Lichtbildreihen, Tonträger, Aufnahme-, Vorführ- und Wiedergabegeräte nebst Zubehör herstellen, beschaffen und vermitteln, die Entwicklung solcher Geräte fördern und an der Entwicklung und Beschaffung solcher Geräte mitarbeiten.” - Am 1. August 1950 nimmt das FWU mit 84 Mitarbeitern seine Tätigkeit auf.
- Neben den bewährten Medien 16mm-Stummfilm (s/w), Bildreihe und Schallplatte erweitert
sich die Produktpalette um Tonfilm und Tonband.

- Hier hat alles angefangen: Das FWU bezieht zunächst ein Gebäude in der Leopoldstraße in München
1945
1945
- Im Dezember werden in der amerikanischen Zone das Institut für den Unterrichtsfilm in München (IfdU), in der britischen Zone das Hamburger Institut für den Unterrichtsfilm gegründet.
- Hauptaufgabe der Zonen-Institute ist zunächst, entsprechend den Bestimmungen des Potsdamer Abkommens, die Bereinigung der Medien und des schriftlichen Begleitmaterials von “nazistischen und militärischen Lehren”.

- Entnazifizierung: Welche Filme sind für die junge Nachkriegsgeneration geeignet?
1944 - 1934 RfdU/RWU
1944
- Bis 1944 werden von der RfdU/RWU insgesamt 876 Filme produziert und ca. 830.000 Kopien ausgeliefert.
1940
- Umbenennung in Reichsanstalt für Film und Bild in Wissenschaft und Unterricht (RWU)
1939
- 1939 besteht das Bildstellensystem aus 23 Landesbildstellen und ca. 800 Kreis- und Stadtbildstellen.
1938
- Mit einer Bildreihe zu Hindenburg wird 1938 die Erste von insgesamt 55 so genannten “Schul-Kernreihen für allgemein bildende Schulen” herausgegeben, die der Verbreitung nationalsozialistischer Themen dienen.
- Als Informationsorgan erscheint die Zeitschrift “Film und Bild in Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung” von der RfdU.
1934
- Am 26. Juni 1934 wird die Reichsstelle für den Unterrichtsfilm (RfdU) geschaffen.

- Filmdose des RWU: Auf 16mm wurde die Eröffnung der Olympischen Spiele 1936 festgehalten
Zur Vorgeschichte des Unterrichtsfilms
1924/1925
- Erste Landesbildstellen in Sachsen und Württemberg entstehen.
1919
- Am Berliner Zentralinstitut für Erziehung und Unterricht, einer Einrichtung der Länder und Kommunen, wird eine “Beratungs- und Prüfstelle für Lehrfilme”(Bildstelle) gebildet. Deren Aufgabe ist die Beratung der Lehrfilmproduzenten und die Begutachtung von Filmen.
1907
- Hamburger Lehrer gründen eine “Kommission für lebende Photographie”.
- Erster Katalog mit Filmen für “Volksbildungs- und Schulzwecke” erscheint.




