Wahlrecht und Wahlsysteme

In dem neu produzierten Film gründen Jugendliche eine Arbeitsgruppe „Wahl“ und nehmen den Zuschauer mit auf ihre Recherche in den Bundestag. Neben den Jugendlichen vermitteln Experten, Grafiken und Archivbilder adressatengerecht folgende Themenkomplexe: das Wahlsystem zum Deutschen Bundestag, Vergleich von Mehrheits- und Verhältniswahlsystem am Beispiel Großbritanniens und der Weimarer Republik sowie die Wahlrechtsgrundsätze demokratischer Wahlen. Der Film ist sowohl im Ganzen als auch in Sequenzen auf der DVD abgelegt. Zusätzliche Grafiken verdeutlichen das „personalisierte Verhältniswahlrecht“. Ausführliche Arbeitsmaterialien helfen bei der Erschließung des Themas im Unterricht.

Videopreview: Jeder kann Kanzler werden!

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Bezug zu Lehrplänen und Bildungsstandards

Die DVD ist in erster Linie für den Einsatz in den Fächern der politischen Bildung ab der 9. Klasse konzipiert. Sie eignet sich in Auszügen (z. B. Weimarer Republik) jedoch auch für den Geschichtsunterricht bzw. für fächerübergreifende Projekte mit Geschichte.

Die Schülerinnen und Schüler können:

  • Kennzeichen und Funktionen demokratischer Wahlen nennen und auf Fallbeispiele anwenden
  • Grundzüge des Wahlsystems zum Deutschen Bundestag erörtern
  • Grundzüge des Mehrheits- und Verhältniswahlrecht erklären, vergleichen und bewerten
  • Filmdokumente analysieren
  • das Internet zur selbstständigen Recherche nutzen und die Qualität der Suchergebnisse bewerten
  • in Ansätzen begründete Werturteile formulieren

Die DVD kann Impulse liefern, dass Schülerinnen und Schüler sich bewusst werden,

  • dass die demokratische Staatsform als wertvolles Gut zu bewahren ist
  • dass Demokratie nur mit ihrem Einsatz funktioniert

Film „Jeder kann Kanzler werden! Aber wie?“

Der Titel täuscht zunächst, denn im Mittelpunkt des neu produzierten Films stehen ausgehend von der Wahl zum Deutschen Bundestag, Wahlsysteme und Wahlrechtsgrundsätze. Zu Beginn des Films jedoch befindet sich der Zuschauer im Unterricht einer Klasse in Berlin, die sich über Demokratie an sich unterhält. Dabei stellen die Schülerinnen und Schüler fest, dass Demokratie auch heißt, dass zumindest theoretisch jeder von ihnen (deutsche Staatsbürger über 18 Jahre) Kanzler werden kann. Doch wie funktioniert die Demokratie in Deutschland überhaupt, wie wird z. B. gewählt? Merve, Shuruq, Kim und Karl gründen nach dieser Stunde eine AG zum Thema „Wahl“. Sie sammeln Fragen (z. B. wie wird in Deutschland gewählt, gibt es einen Schiedsrichter, was sind Alternativen zum deutschen Wahlsystem und gibt es Wahlbetrug?) und gehen für ihre Recherchen in den Bundestag. Dort interviewen sie Experten, wie den Vorsitzenden des Ausschusses für Wahlprüfung, Immunität und Geschäftsordnung des Bundestags oder einen  international tätigen Wahlbeobachter. Ergänzt durch Grafiken und Archivmaterial werden so die komplexen Themen „Das Wahlsystem zum Deutschen Bundestag“, „Mehrheits- und Verhältniswahlsystem“ sowie „Wahlrechtsgrundsätze“ adressatengerecht erörtert.



 

Zur Verwendung im Unterricht

Der Film ist in erster Linie für die Fächer der Politischen Bildung ab der Jahrgangstufe 9 im Rahmen der Themenkomplexe „demokratische Wahlen“ und „Grundzüge des Wahlsystems zum deutschen Bundestag“ konzipiert, kann jedoch auch im Geschichtsunterricht gewinnbringend eingesetzt werden. Auf zielgruppengerechte und zeitgemäße Weise transportiert der Film über die Sachinhalte hinaus eine zur Demokratie aufordernde Grundhaltung.

Die Vorschläge zur Verwendung im Unterricht wurden von der Firma paedigi erarbeitet, die auf die Erstellung von didaktischen Materialien für Bildungsmedien spezialisiert ist und ein eigenes Modul-System entwickelt hat.
Das paedigi-Modul-System ermöglicht eine flexible Gestaltung des Unterrichts. Die Module bauen nicht zwingend aufeinander auf und sind so unabhängig voneinander einsetzbar und variierbar. Die Module sind in solche für einen einleitenden Teil, den Hauptteil und den abschließenden Teil zusammengefasst. Die Aufgabenstellungen sind nummeriert und im Schwierigkeitsgrad ansteigend. Vom Zusammenfassen von Kenntnissen, über die Anwendung und Analyse weiter über die eigenständige Recherche bis hin zu Fragen, die eine Bewertung und Beurteilung erfordern, sind Aufgaben in den Modulen des Hauptteils vorhanden.

In der Auseinandersetzung mit den aus unterschiedlichen, pluralen Perspektiven dargestellten Materialien können Schülerinnen und Schüler ihre Medienkompetenz erweitern und zugleich die Quellenkritik als grundlegende Kompetenz politischer Partizipation einüben. Darüber hinaus werden in den Modulen die domänenspezifischen Kompetenzen durch die Erweiterung der Deutungskompetenz, Analysekompetenz, Methodenkompetenz und Urteilskompetenz für das Fach Politische Bildung gefördert.

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